Bild
FAI 19

Dieses Jahr bereiteten sich 3 SchülerInnen (Noemi Schwienbacher, Sophia Festini Sughi, jeweils 4AK, und Gabriel Dissertori, 3AK) für die Führungen im Ansitz Gerstburg vor. Sie führten am Donnerstag und Freitag insgesamt 10 Klassen.

Gabriel führte weiters die Mitglieder des FAI mit Frau Bassetti und Herrn Trentini sowie Interessierte am Samstag und Sonntag. Die Gerstburg liegt im Norden der Bozner Altstadt zwischen Schloss Maretsch und der Runkelsteinerstrasse. Sigismund Gerstl baute um 1485 den Weinhof „zum Winkel“ um, Kaiser Maximilian I. erhob den Hof 1490 zum adeligen Ansitz Gerstburg. Der Ansitz wechselte mehrmals Besitzer, darunter war auch die Familie Giovanelli. 1744 erwarben die Herrn von Menz den Ansitz, der mit Anna von Menz 1811 an die Grafen Sarnthein gelangte: Es entstehen die prächtigen Malereien im Festsaal (2. Stock), zur Gänze ausgemalt von Martin Knoller. Höhepunkt ist sicher das Deckenfresko der Aurora von M. Knoller.

Der Ansitz erlebte vier Bauabschnitte: vom spätgotischen Umbau unter Sigismund Gerstl zum großen Ausbau mit den 4 Rundtürmen und deren Vergrößerung unter den Eigentümern Giovanelli. Einen weiteren Ausbau, die Überdachung des Innenhofes und die künstlerische Ausstattung der Innenräume erlebte der Ansitz im Besitz der Grafen von Sarnthein (1811). Nach den Bombenangriffen in Bozen wurde die Gerstburg als Notunterkunft genutzt und erlebte einen zunehmenden Verfall, bis 1990 die Restaurierungsarbeiten begannen. Jetzt ist die Gerstburg Sitz des Verwaltungsgerichtes.

Verschiedene Klassen unserer Schule, aber auch anderer Schulen, besichtigten den Ansitz, den gotischen Saal, den Ratssaal, den chinesischen Saal und den Festsaal (jetzt Gerichtssaal), am Donnerstag, 21., und Freitag, 22.März.