Evaluationskonzept ab dem Schuljahr 2021/2022
Prämisse
Das Gymnasium „Walther von der Vogelweide“ Bozen bezieht sich, wenn es um die interne Evaluation geht, auf ein Evaluationskonzept, das sich einerseits nach außen dokumentieren und erklären lässt und andererseits nach innen Verbindlichkeit in der Durchführung schafft. Die Interessen, Ziele und Nutzen der internen Evaluation sind für alle Beteiligten geklärt. Ebenso zeigt die interne Evaluation eine Strukturierung in den Aufgaben, d.h. die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sind geregelt, die Beteiligten sind über das Evaluationskonzept informiert. „Evaluation wird im Südtiroler Bildungswesen aufgrund des Landesgesetzes ‚Autonomie der Schulen‘ vom 29.Juni 2000, Nr.12, Art.16 und der hierzu erlassenen Durchführungsbestimmungen in der derzeit gültigen Fassung zu einer selbstverständlichen Routine, und zwar sowohl als Selbstevaluation/ Interne Evaluation der Schulen als auch als Fremdevaluation/ Externe Evaluation“. (Grundlagen der externen Evaluation der deutschen Schulen in Südtirol).
Die Schule (Lehrerkollegium und Schulrat) ernennt ein Evaluations-Team (für jeweils 3 Jahre) und entscheidet
- welche Qualitätsbereiche im jeweiligen Schuljahr untersucht werden
- wen es in den Evaluationsprozess einbezieht (Schulführungskraft, Lehrpersonen, Eltern, Schüler*innen, nicht unterrichtendes Personal)
- welche Methoden für die Datenerhebung eingesetzt werden und
- wie die interne Evaluation durchgeführt wird.
Verschiedene Vorschläge werden dabei jeweils vom Evaluationsteam vorbereitet. Dabei folgt die interne Evaluation folgendem Kreislauf:
- ein Thema gemäß des Dreijahresplans wird jeweils im Maiplenum für das nächste Schuljahr festgelegt, dann übernimmt das Evaluationsteam folgende Aufgaben:
- Analyse des Ist-Zustandes wird festgehalten und entsprechende Prioritäten werden gesetzt,
- Ziele werden angedacht und definiert,
- das Vorgehen wird geplant, d.h. Kriterien werden formuliert, Indikatoren und Mindestanforderungen bestimmt,
- Evaluationsinstrumente werden ausgewählt oder selbst entwickelt,
- Daten werden erhoben,
- die Daten werden ausgewertet und analysiert,
- die Ergebnisse werden festgehalten und dem Plenum in der Märzsitzung sowie unmittelbar anschließend dem Schulrat präsentiert,
- daraus werden gemeinsam Maßnahmen abgeleitet und beschlossen,
- die Konsequenzen daraus werden gezogen bzw. die Maßnahmen umgesetzt,
- die Wirkung der umgesetzten Maßnahmen wird (am Ende der jeweiligen Verbesserungsphase - Dauer wird vom Evaluationsteam vorgeschlagen) nachgeprüft,
- nach einer Reflexionsphase werden die Verbesserungen am Verfahren vorgenommen. Die Ergebnisse und Erkenntnisse werden dem Plenum rückgemeldet.
Konkrete Umsetzung:
Die Arbeitsgruppe „Schulinterne Evaluation“ besteht aus 4 Lehrpersonen, die vom Kollegium gewählt werden und die 4 Fachrichtungen der Schule repräsentieren; bei Bedarf werden auch Eltern und Schüler*innen in das Team berufen.
Die Arbeitsgruppe „Evaluation“ wird für 3 Jahre gewählt.
- Die AG bestimmt mit Absprache des Plenums, was bzw. wer in Bezug auf den Dreijahresplan evaluiert werden soll. Ein Vorschlag für 2021/22 ist das Thema
„Gesellschaftliche Bildung“.
Der Schule ist es ein Anliegen, auf Bedürfnisse zu reagieren und in Übereinkunft mit dem Lehrerkollegium sowie dem Schulrat Veränderungen vorzunehmen.