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Poetry Slam 26

Es war ein etwas heißer Maiabend – mit wieder sehr, sehr vielen Gästen, nicht nur Angehörigen unserer Schüler*innen, sondern auch Bekannten, Interessierten, Lehrpersonen – ein gelungenes Fest für die Schule!

15 Schüler aus den dritten, vierten und fünften Klassen präsentierten sich auf der Bühne im hinteren Schulhof mit wirklich beeindruckenden Ergebnissen – in der Vielfalt der gehörten Sprachen, im Sprachkönnen selbst, in den großartigen Formulierungen, in der Art und Weise, wie die eigenen Anliegen poetisch weitergegeben werden – eindringlich, unterhaltsam, emotional, ernsthaft. Und unsere ehemaligen Schüler, Eleonora Conte und Arno Bertella, trugen als Opferlamm und Moderatoren das Ihre dazu bei, dass dieser Abend so faszinierend war. Ein ganz großes Kompliment geht auch an sie. Der Opferlammtext über eine Flixbusfahrt wird nicht so schnell vergessen werden!

Und auch Sonia Gottardi, ebenfalls ehemalige Schülerin, welche den zweiten Teil des Abends mit einem Text außer Konkurrenz über das „zu viel“ in unserer Welt einleitete und über die Unterschiede von Pfirsichen und Zitronen sprach, bewegte mit ihrem Auftritt.

In der ersten Runde ging es um „Wir gegen die“ und die Frage, was Gemeinschaften überhaupt ausmacht, um die Bedeutung von Kunst auch und noch mehr in der heutigen Welt, um das eigene Sein und die Frage, wer man eigentlich ist, es ging um die Snailification unserer Gesellschaft, um den Epstein-Skandal, um Frauen, die an Märchen glauben (le favole non vanno credute, vanno create), um das, worüber man nicht redet, um Stress und Alkohol und fehlende Zeit füreinander, um Künstliche Intelligenz im Unterricht und Philosophie, um den Rückzugsort Sprache (Ist es wirklich ein Rückzugsort?); um Sommerjobs und Computerspiele, um braune Kinderzimmer, um Erasmuserfahrungen, um Küsse und Newton, um fremde Identitäten und den schwierigen Weg hin zum „essere accettati“ (come se io fossi stata un errore).

Acht Poetinnen und Poeten schafften den Weg in die zweite Runde und eröffneten weitere großartige Gedankenräume, mit einer amüsanten Darstellung der vielen Lateinfehler in der heutigen Werbung, aber Latein muss sein (veni, vidi, correxi), mit der Einsamkeit, mit einer Dante-Parodie in der Schule von heute, mit dem Nachdenken darüber, wie wir mit den großen Fehlern in der Vergangenheit umgehen (gar nicht), mit Zeiten voller Schatten und der Notwendigkeit, wieder Helle zu sehen (ricordati di essere felice), mit der Gedankeninspiration der Stille und der Frage, warum Selbstbewusstsein bei Männern für eine Stärke gehalten wird, bei Frauen aber arrogant wirkt.

Es waren beeindruckende Texte, großartig vorgetragen, poetisch seht ausgereift.

Die Schüler*innen bedankten sich bei den beiden Lehrpersonen, die viel Zeit auf Vorbereitung und Begleitung und Organisation dieses Slams aufgewendet haben: Prof. Tschurtschenthaler und Prof Bortolotti wurden zu Recht gefeiert.

Am Ende gewann Sofia Scarda diesen Slam 2026 vor Jasmin Kapfinger und Marilene von Hellberg. Wir gratulieren ihnen ganz, ganz herzlich genauso wie allen anderen, die auf der Bühne gestanden haben.

Ein ganz, ganz großes Kompliment für diesen beeindruckenden Abend muss auch der Schulband des Gymnasiums „Walther von der Vogelweide“ ausgesprochen werden, die den Slam gekonnt umrahmte. Auch die „Vögelein“ waren großartig.

(ma)

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