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speed painting

„Ihre Schule ist eine ganz besondere Schule“, meinte ein Besucher unseres Speed-Painting-Events, das mit der Unterstützung von Museion Bozen und des Südtiroler Künstlerbundes organisiert wurde.

Die Idee dazu stammt von einem Erasmusplus-Job-Shadowing-Aufenthalt einer unserer Englischkolleginnen auf Gran Canaria.

Und zum 75. Geburtstag konnten wir die Lehrpersonen unseres Kunstgymnasiums endlich überzeugen, ein Speed Painting Event zu organisieren. Der Begriff ist ja nicht ganz eindeutig. Was das Gymnasium „Walther von der Vogelweide“ dann auf die Bühne gestellt hat, war wirklich etwas ganz Besonders.

Nur das Wetter hat leider nicht mitgespielt. Statt auf den Talferwiesen vor dem Museion mussten wir die Aktion in das Foyer unserer Schule verlegen, was auch ein schönes Ambiente bot, nur noch mehr Öffentlichkeit – auch zufällige - hätten wir wahrscheinlich auf den Talferwiesen gehabt.

Aber wir sind mehr als zufrieden. Viele, viele Besucher sind ganz bewusst unserer Einladung gefolgt und in die Armando-Diaz-Str. gekommen.

Die beiden Runden des Speed Paintings wurden von musikalischen Beiträgen aus dem Landesschwerpunkt Musik und Poetry-Slam-Vorträgen umrahmt und begleitet.

In der ersten Runde traten bereits bekannte Künstler*innen gegeneinander an: u.a. Sophie Lazari (Berlin), Indra Moroder (London), Sabine Rubatscher, Raphael Mur, Ruben Peterlini, Marissa Hörmann (Bologna) und Rosalie Upmeier (Dresden).  Sie alle mussten in 25 Minuten eine Bildvorgabe neu interpretieren und umsetzen: den Turm zu Babel (Bildvorgabe von P. Bruegel d. Ä.).

Es war faszinierend und überwältigend für die Besucher*innen zu beobachten, was hier in sehr knapper Zeit in Acryl auf den Leinwänden entstand. Eine Jury aus Mitgliedern des Museion, des Künstlerbundes und des Kunstgymnasiums „Walther von der Vogelweide“ hatte die sehr schwierige Aufgabe, den Sieger/ die Siegerin zu küren, auf den ein Geldpreis von 500 Euro wartete. R. Upmeier konnte am Ende die meisten Stimmen für ihren Vorschlag gewinnen.

Die zweite Runde, mit ebenfalls nur 25 Minuten Zeit, war dann für Schüler*innen des Kunstgymnasiums „Walther von der Vogelweide“ vorgesehen: Sie mussten die Bozner Waltherstatue neu deuten und ebenfalls in Acryl gestalten.

Auch hier fesselten die einzelnen Abläufe, die Vielfalt der Ideen, der Entstehungsprozess selbst die Besucher.

Am Ende wurden von der Jury zwei Preise vergeben, an Maria Thaler (2. Platz) und Ida Prader (1. Platz).

Zahlreiche Besucher waren mit ihren Familien gekommen: Für die Kinder bot das Museion eine Button-Werkstatt, die ebenfalls begeisterte.

Ein gelungener Freitagnachmittag, ein Fest für die Kunst (die in den Poetry-Slam-Beiträgen immer wieder als lebensnotwendig und lebensunterstützend beschrieben wurde), das unbedingt – so die Meinung der Besucher*innen und der Organisatoren – wiederholt werden sollte!

Ein besonderer Moment in einer besonders begeisternden Schule!